Ihr 6-Tage Reiseführer für die Küste Sardiniens, Italien

Für die meisten, die eine Auszeit von langweiligen All-Inclusive-Urlauben suchen, ist ein Segeltörn auf Sardinien die perfekte Abwechselung. Das Blau des Meeres ist klar, jungfräulich, der Himmel noch klarer, und der Sand fühlt sich an wie samtige Schuhe. Kaum etwas kommt an maßgeschneiderte Entspannung näher als ein Urlaub auf Sardinien. Tatsächlich fühlt man sich hier leicht als der erste Tourist der Insel. Leider und zum Glück ist Sardinien die zweitgrößte Insel des Mittelmeers und ein beliebtes Urlaubsziel der Italiener. Dank der größer der Insel gibt es aber genug blaues Wasser für alle. Die Strandlandschaft der Insel so vielfältig, dass manche Besucher von einem „Mikrokontinent“ sprechen. Die Region ist reich an gelb-beigem Sand, geheimen Grotten, Stränden aus rosafarbenem Granit und es gibt Mineralien in Hülle und Fülle. Und ja, Sardinien ist genau die Art von Ort, der – wie Sie wahrscheinlich schon vermutet haben – am besten mit einem Segelboot erkundet werden kann. 

Weiter unten haben wir Ihnen eine sechstägige Segelroute für Sardinien vorgeplant, mit der Sie die Insel optimal erkunden können. Wenn Sie Fragen haben, denken Sie daran, dass unsere Spezialisten für Urlaubsplanung praktische und finanzielle Tipps zur Optimierung Ihres Urlaubs und Budgets haben.

Hier ist unser Leitfaden zum Segeln in Sardinien, der in Portisco beginnt

Caroline Bochaton / Zizoo

Tag 1 (Sonntag): Portisco nach Spiagge del Principe

Verlassen Sie die Marina in Portisco am Morgen und fahren Sie in nördlicher Richtung in Richtung Spiagge del Principe (die Strände des Prinzen), die so genannt wurden, weil sie angeblich die Lieblingsstrände von Prinz Karim Aga Khan waren. Die Strände sind wunderschöne Sandstrände inmitten einer malerischen Landschaft. Stellen Sie sicher, dass Sie sich in der Bucht mit Essen und Getränken eindecken, da es in der Nähe des Strandes nicht viele Gelegenheiten zum Einkaufen gibt. 

Tag 2 (Montag): Spiagge del Principe nach Cannigione

Nach der Übernachtung am Prince’s Beach segeln Sie in Richtung Cannigione und machen einen Boxenstopp im türkisfarbenen Wasser des Pevero-Strandes. Vom Pevero-Strand aus können Sie langsam in Richtung Cannigione segeln. Dort haben Sie einige Yachthäfen zur Auswahl. Wenn Sie Vorräte auffüllen möchten, sind Sie hier richtig.

Tag 3 (Dienstag): Cannigione nach La Maddalena

Wenn Sie eine Pause vom Leben auf dem Meer brauchen, sind die Inseln rund um La Maddalena und der Nationalpark die perfekte Abwechslung vom Alltag auf hoher See. Sie haben die freie Wahl: vom Diözesanmuseum La Maddalena mit Artefakten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert bis zum Archipel von Maddalena, das sich über 20.000 Hektar Meer und Land erstreckt und Dutzende von Buchten beherbergt. Die Gegend ist auch Heimat vieler verschiedener Arten von Flora und Fauna, was sie zu einem idealen Ort zum Tauchen und Schnorcheln macht.

Tag 4 (Mittwoch): La Maddalena nach Santa Teresa Galura

Etwa 10 Seemeilen westlich liegt Santa Teresa Galura, eine Stadt an der Nordspitze Sardiniens an der Straße von Bonifacio. Die Südküste der Nachbarinsel Korsika ist von diesem Ort bei gutem Wetter sichtbar. Eine beliebte Haltestelle ist der Torre Spagnalo (Spagnalo-Turm), von der Spitze des Turms haben Sie eine klare Sicht auf Korsika. Diese Stadt ist auch ein idealer Ort, um sich mit Vorräten einzudecken, bevor Sie in Richtung Sardiniens französischer Schwesterinsel Korsika aufbrechen. 

Tag 5 (Donnerstag): Santa Teresa nach Korsika

Da Korsika bereits in der Ferne sichtbar ist, lohnt es sich, die nahe gelegenen charmanten Städtchen wie zum Beispiel Porto Vecchio zu besuchen. Die Städte der korsischen Südküste beherbergen viele Restaurants, Cafés und Eisdielen, in denen Sie Leute beobachten oder sich einfach die Beine vertreten können. Bonifacio und das Lavezzi-Archipel sind weitere Areale in der Nähe, in die es sich zu segeln lohnt.

Tag 6 (Freitag): Korsika nach Portisco

Die Rückreise nach Portisco dauert nicht lange, da nur etwa 30 Seemeilen zurückgelegt werden müssen. Ihnen bleibt also genügend Zeit, um in den anderen Städten im Norden Sardiniens, einschließlich Palau und Baja Sardinia, Halt zu machen. Wenn Sie die Chance am 4. Tag verpasst haben, können Sie auch Spargi, Budelli, Caprera und andere kleine Inseln rund um die Insel Maddalena erkunden. Es sollte dann noch genügend Zeit bleiben, um nach Portisco zurückzukehren, um aufzutanken und schließlich an der Marina anzulegen und Ihre letzte Nacht an Bord zu verbringen.

Top Sehenswürdigkeiten auf dieser Route:

Besuchen Sie einige der schönsten Strände des Mittelmeers, erkunden Sie die bezaubernden italienischen Küstenstädte und die einheimische Fauna und Tierwelt und schnorcheln Sie in den unberührten Riffen des Archipels.

Essen und Trinken

Pecorino: Dieser harte, trockene Käse aus Schafsmilch wird oft mit Parmiggiano Reggiano verglichen, schmeckt aber deutlich anders. Er ist weniger pfeffrig und leicht würzig und wird oft mit einer dicken Scheibe Brot oder einfach am Stück gegessen. 

Brot, Brot und Brot: Sardinien ist bekannt für Hunderte von Brotsorten, darunter dünne, knusprige Brote, zu Kränzen geflochtene Brote und knusprig-hartes Brot (das im Inneren unglaublich weich ist).

Meeresfrüchte: Da Sardinien eine Insel ist, sind Meeresfrüchte natürlich eines der Grundnahrungsmittel. Es gibt Brühen mit Muscheln, Nudelsaucen und oder den berühmten Hummer, der als “Aragosta alla Catalana”; mit Tomaten und Zwiebeln serviert wird.

Porcheddu: Eine der beliebtesten Spezialitäten Sardiniens, Porcheddu, ist ein langsam geröstetes Spanferkel, das zu gleichen Teilen aus knisternd-kackiger Haut, zartem Fleisch und Fett besteht.

Seada: Dieses frittierte Gebäck ist das ultimative Vergnügen für Naschkatzen. Es ist mit Honig und Pecorino gefüllt und wird zur Krönung mit Honig, Zucker und Salz überzogen. Wir sind davon überzeugt, dass es die Geheimwaffe der Sardinier ist, die jedes kulinarische Verlangen in einem einzigen Bissen befriedigen soll.

Buon appetito!

Diese Segelroute ist geeignet für:

Familien, Paare, Entdecker sowie Anfänger und erfahrene Segler (weniger ideal für Alleinreisende und unerfahrene Reisende)

Beste Zeit zum Segeln in Sardinien:

Mai bis September. Das Klima in Sardinien ist klassisch mediterran, was bedeutet, dass es heiße, trockene Sommer gibt – aber natürlich perfekt temperiert durch die erfrischende Meeresbrise.

Reisedauer:

6 volle Tage†