Gastbeitrag: Segeln auf den Sporaden

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Heute gibt es einen Gastbeitrag von Georgie Moon, die uns von einem Segeltrip berichtet, der ihr noch lange in Erinnerung geblieben ist. Wir glauben das gern, denn Griechenland ist nicht nur für geschichtsinteressierte Reisende ein tolles Reiseziel, sondern auch für Segler. Gerade die vielen kleinen Inseln sind auf jeden Fall eine Reise wert. Vielleicht bekommen auch Sie nach dem Lesen dieses Beitrags Lust und wollen segeln auf den Sporaden oder an einem anderen Ort in Griechenland. Georgies Blog finden Sie hier

Segeln auf den Sporaden

Die spektakulären Sporaden

Ein Segeltrip, der uns besonders im Gedächtnis geblieben ist, begann vor ein paar Jahren in Skiathos. Die Insel gehört zusammen mit Skopelos und Alonnisos zu den Sporaden, einer Inselgruppe, die bei Magnesia sehr nah an das griechische Festland reicht und nicht weit entfernt von der größeren Insel Evia liegt. Wir brachen im späten Oktober auf und hatten außergewöhnliches Glück mit dem Wetter. Der Meltemi war größtenteils abgeflaut, so dass wir ganz entspannt segeln konnten.

Nachdem wir Skiathos verlassen hatten, segelten wir gen Osten nach Skopelos und gingen im Hafen von Loutraki vor Anker. Über dem Hafen liegt auf einem Hügel die schöne Ortschaft Glossa, die bis heute ihren ländlichen griechischen Flair behalten hat und außerdem einige spektakuläre Ausblicke bietet. Sie kommen dorthin, wenn Sie einen Spaziergang von vielleicht 30 Minuten unternehmen, der Sie über eine verschlungene Straße führt, wo die Mandelbäume der Insel wachsen.

Segeln auf den Sporaden

Segeln in Griechenland – auf den Spuren Michael Carrolls

Am nächsten Tag steuerten wir von Loutraki aus nach Süden und gingen in der geschützten Bucht von Panormos vor Anker, um zu Mittag zu essen. Das Buch Gates of the Wind von Michael Carroll enthält zahlreiche Beschreibungen der Sporaden und ihrer Bewohner in den 1960er Jahren. Ich kann es nur empfehlen. Michael Carrolss Haus, das er auch in dem Buch beschreibt, ist auf der Ostseite der Bucht zu sehen.

Am Abend kamen wir im Hafen der Ortschaft Skopelos an. Da die Ortschaft an der Nordküste liegt und damit keinen Schutz bietet, muss man auf jeden Fall auf den Wetterbericht achten. Ein anhaltender Meltemi wird die See auf gefährliche Weise aufpeitschen. Außerdem nutzen verschiedene größere Fähren und Tragflächenboote diesen Hafen, so dass es ganz schön voll warden kann. Wenn eine große Autofähre anlegt, kann es schon vorkommen, dass sie gefährlich nahe an die Yachten herankommt.

Die Ortschaft Skopelos ist wirklich ein beeindruckender Anblick. Weiße Häuser und Terrakotta-Dächer formen eine Art Amphitheater rund um den Hafen. Angeblich gibt es über 130 Kirchen hier und ich kann mich erinnern, zumindest fünf von einer Kreuzung enger Gassen aus gesehen zu haben. Unten am Hafen hat Skopelos insgesamt eine friedlichere Atmosphäre und ein gehobenes Ambiente als der Nachbar Skiathos.

Segeln auf den Sporaden

Traditionelle griechische Küche

Am nächsten Morgen erwachten wir mit einem klaren blauen Himmel und eine leichten Brise von Norden. Wir segelten nach Osten, rund um die Südspitze von Alonnisos und in den Hafen von Patatiri. Wir entschieden uns dafür, in der Bucht vor Anker zu gehen und befestigten unsere Achterleinen an Land. Mit dem Beiboot fuhren wir in den Ort. Patatiri ist eine weitere Stadt auf den Sporaden, die eine hochgelegene Chora hat. Die misten Gebäude wurden 1965 in einem Erdbeben zerstört und der Bereich danach verlassen. Aber heute ist vieles wieder aufgebaut worden und die Chora wurde wieder zum Leben erweckt. Heute finden Sie dort zahlreiche reizende Kunsthandwerkläden, Boutiquen und Kneipen – neben einem unglaublichen Ausblick auf Alonnisos und die umgebenden Inseln.

Von Norden her hatten wir Windstärke 4 am nächsten Morgen und konnten so über 5 Meilen zum kleinen Hafen von Steni Vala segeln. Der Ort wird vor allem von lokalen Fischern frequentiert, die sehr tolerant gegenüber besuchenden Yachten waren. Am Kai konnten wir unser Wasser wieder auffüllen. Es gibt dort auch einen kleinen Markt und verschiedene exzellente Tavernen, wo es traditionelles griechisches Essen gibt. Nach einem wunderbaren Abendessen dankte ich der Köchin und sagte ihr, dass das ofengegarte Lamm ausgezeichnet war und zum Besten gehörte, was ich bisher essen durfte. Sie sah mich etwas süffisant an und antwortete: „Das war kein Lamm, das war Ziege!“ Mir machte das aber nichts aus. Ziege oder Lamm – es war in jedem Fall köstlich!

Danach segelten wir Richtung Süd-Westen zurück nach Skopelos und kamen in einer unberührten Bucht bei Agnondas an der Westküste an. Es gibt genug Platz für Yachten am Kai, der als alternativer Hafen für die Inselfähren gebaut wurde. Der Strand ist umgeben von einem Pinienwald und ist der perfekte Ort, um einen der atmeberaubenden griechischen Sonnenuntergänge zu bewundern.

Segeln auf den Sporaden

Bevor wir unseren Trip auf Skiathos beendeten, verbrachten wir den nächsten Morgen vor Anker im türkisblauen seichten Wasser am Floros Strand auf der Insel Tsoungria. Die Insel liegt nur zwei Meilen südlich von Skiathos. An der Westküste fanden wir einen ausgezeichneten Ort, um dort schwimmen zu gehen. Der Boden ist sandig und der Strand fällt sehr sanft ab. Tsoungria hat keine dauerhaften Bewohner. Es gibt ein Strandcafé, aber im Oktober, als wir dort waren, hatte es nicht geöffnet. Erst im warmen Wasser schwimmen zu gehen und danach den ganzen Strand für sich zu haben – ich hätte mir für das Ende unseres Segeltrips zu den Sporaden nichts Schöneres vorstellen können.

Fühlen Sie sich inspiriert? Segeln auf den Sporaden und in Griechenland ist ganz leicht zu organisieren. Fragen Sie uns! Wir finden das richtige Boot für Sie. Mehr Informationen und Reisetipps finden Sie in unserem Magazin.

 

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