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    Gastbeitrag: Wann kann ich mich als Segler bezeichnen?

    Written by Lilly on Apr 11, 2016


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    Heute bringen wir Ihnen einen Gastbeitrag von Louise Kennedy, der Schöpferin von Bailey Boat Cat, dem erfolgreichen Blog und Buch über die Abenteuer von Bailey, einer Katze die mit ihrer Mutter, Louise, auf ihrem Boot in Rom wohnt. Sie dachten Katzen haben Angst vor dem Wasser? Ganz im Gegenteil. Bailey ist eine furchtlose Katze, die das Segeln entlang der Mittelmeerküste genießt. In ihrem heutigen Beitrag erzählt Louise von ihrer Erfahrung davon Vollzeit-Seglerin zu werden.

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    Wann kann ich mich als Segler bezeichnen?

    Es hat lange gedauert bis ich anderen Leuten mit Selbstbewusstsein sagen konnte, dass ich Schriftstellerin bin. In der Vergangenheit, wenn Leute mich fragten was ich mache, habe ich ihnen immer erzählt wie ich Geld verdiene (immer noch nicht hauptsächlich vom Schreiben) oder dass ich eine anstrebende Schriftstellerin bin. Dann habe ich einen sehr interessanten Artikel gelesen, der verkündete dass es so etwas wie eine anstrebende Schriftstellerin gar nicht gibt. Der Artikel sagte, dass man Schriftsteller ist wenn man mit Leidenschaft schreibt. Dieses Konzept war für mich sehr befreiend. Obwohl meine Arbeit publiziert wurde und mein Buch in Buchläden verkauft wird, habe ich immer noch nicht den Roman veröffentlicht, den ich immer veröffentlichen wollte und weder habe ich den Atlantik in einem Segelboot überquert – trotzdem bezeichne ich mich als Seglerin. Weder geht es beim Schreiben darum sich von einer erfolgreichen Veröffentlichung definieren zu lassen, noch dreht es sich beim Segeln um nur eine epische Reise.

    Bis vor fünf Jahren hatte ich noch nie Fuß gesetzt auf ein Segelboot. Ich bin in Cornwall in England aufgewachsen und habe das Meer immer geliebt, bin aber nie gesegelt bis ich meinen Partner kennen gelernt habe. Jetzt lebe ich seit zwei Jahren auf einem 38-Fuß-Boot. Seit ich angefangen habe ist meine Liebesaffäre mit dem Segeln sehr leidenschaftlich gewesen und ich bin mir inzwischen sicher dass ich eine Seglerin bin, ob auf dem Land oder auf dem Wasser.

    Eine der Sachen die ich am meisten liebe am Segeln und der Segel-Community ist dass man viele gleichgesinnte Leute kennenlernt. Ich habe das Glück gehabt viele tolle Abende auf Booten zu verbringen, mit Leuten die auf der ganzen Welt und in allen möglichen Booten gesegelt sind und die Geschichten von Abenteuern, Gefahren und Triumphen auf der hohen See erzählen können. Bei einem kühlen Drink sind die Erzählungen von Einfallsreichtum in schwierigen Zeiten die inspirierendsten Geschichten.

    Was ich am meisten höre von ‘alten Seebären’ ist dass jeder Segler mindestens einmal auf Grund gelaufen ist, und dass wenn er es leugnet, er auf jeden Fall lügt. Also zu diesem Zeitpunkt, während ich das hier schreibe, bin ich noch nie auf Grund gelaufen. Ich habe allerdings schonmal ein Schlauchboot umgekippt, aber das ist eine ganz andere Geschichte über Dummheit die nichts mit meinem Aufstieg in die Reihen ‘richtiger’ Segler zu tun hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich eines Tages auf Grund laufen werde aber ich drücke die Daumen dass es irgendwo an einem schön sandigen Ort passiert und meinem Boot keinen Schaden zufügt.

    segler

    Ich glaube dass ich mich als Seglerin bezeichnen kann weil ich dort draußen gewesen bin, meinem Boot ausgesetzt, und es geliebt und oft auch gehasst habe. Segler wissen dass auf jeden perfekten Nachmittagstörn Wochen und oft sogar Monate voll harter Arbeit, Instandhaltung und Vorbereitung kommen. Sogar die unter uns die nicht begeistert sind bei dem Gedanken daran Öl zu wechseln oder Schimmel vom Futter des Rumpfes zu schrubben werden letztendlich die größte Genugtuung erfahren wenn wir lernen den Kühlschrank mit neuem Gas aufzutanken oder defekte Elektrik zu reparieren. Wir sind lautlos überrascht wenn wir merken dass wir einen Palstek mit geschlossenen Augen knoten können und dass wir anderen Seglern Hilfe anbieten können wenn sie uns brauchen. Der Tag an dem wir segeln und wissen, dass wir noch so viel mehr lernen können aber wir nirgendwo anders lieber wären… Das ist der Tag, an dem wir uns Segler nennen können.

     

    Wenn Sie noch mehr über Bailey lesen wollen, besuchen Sie seinen Blog: Bailey Boat Cat. Von Louise können Sie noch mehr auf ihrem auf ihrem neuen Blog Sandy Toes and Writer Woes lesen oder folgen Sie ihr auf Instagram. Vergessen Sie nicht dass Zizoo da ist um Ihnen (und Ihrer Katze) neue Abenteuer auf dem Wasser zu ermöglichen. Starten Sie hier mit der Planung Ihres nächsten Segelurlaubs!



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