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    Die Geschichte der maritimen Mode

    Written by Lilly on May 26, 2016


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    Der Sommer naht und wir machen uns bereit unsere Breton-Shirts und Bootsschuhe wieder auszupacken. Passend dazu werfen wir heute einen Blick auf die Anfänge einige der legendärsten maritimen Kleidungsstücke. Von klassischen Chinos zu Bootsschuhen mit Absätzen gibt Zizoo Ihnen einen Einblick in die Geschichte der maritimen Mode, von den militärischen Anfängen bis zum heutigen Status als Klassiker der hippen Straßenmode.  

    Die Geschichte der maritimen Mode

    maritimen Mode
    Ein französischer Matrose in Uniform Anfang des 20. Jahrhunderts

    Das Breton-Shirt

    Das Breton-Shirt wurde ursprünglich von dem Bekleidungsunternehmen Saint James im 19. Jahrhundert für die in der Bretagne stationierte französische Marine entworfen. Weil die Stadt Saint James in der Normandie zu dieser Zeit renommiert war für ihre ausgezeichnete Weberei wurde die Spinnerei der Legallais Familie (die später zum Bekleidungsunternehmen Saint James werden würde) mit der Produktion der Uniformen für die Marine beauftragt. Mehr als 150 Jahre später beliefert Saint James die französische Marine und Armee nach wie vor mit ihren offiziellen Dienstpullovern.

    Über Jahre hinweg war das gestreifte französische Shirt bei Matrosen und Seefahrern in Nordfrankreich und später ganz Europa. Die Shirts wurden üblicherweise aus einem schweren Baumwoll-Jersey oder Wolle hergestellt um Segler und Fischer warm zu halten auf See. Die 21 marineblauen Streifen, die die gestrickten Uniformhemden verzierten, symbolisieren angeblich jeden Sieg von Napoleons Flotte. Es hieß außerdem, dass das gestreifte Muster es einfacher machte über Bord gegangene Matrosen in den Wellen zu erkennen.

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    Bildquelle Far and Wide

    Das Breton-Shirt wurde weltweit bekannt nachdem Coco Chanel bei einer Reise an die Côte d’Azur inspiriert wurde. Chanels weiche Shirts im bretonischen Stil machten in 1917 ihr Debüt auf den Laufstegen und verhalfen der Einführung von Freizeitkleidung in die Damenmode der Vorkriegsjahre. Im Laufe des Jahrhunderts wurde der maritime Stil weithin anerkannt und beeinflusste die Welt der Mode nachdem Prominente und Künstler wie Brigitte Bardot, Pablo Picasso, Audrey Hepburn, James Dean und Andy Warhol das klassische französische Shirt trugen.

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    Das Breton-Shirt bleibt ein zeitloses Kleidungsstück. Wir lieben den zusätzlichen Flair aus J. Crews neuester Kollektion, die den klassischen maritimen Streifen neues Leben einhaucht.

    Chinos

    Die einfache Tragbarkeit und der simple maritime Stil von Chinos machen Sie heutzutage zum Liebling der Damen- und Herrenmode. Wie bei dem Breton-Shirt können die Anfänge dieser beliebten Hose auf Militäruniformen aus dem 19. Jahrhundert und auf den Spanisch-Amerikanischen-Krieg zurückgeführt werden. Der Name ‘Chino’ bezieht sich auf China, dem Land in dem die Hosen ursprünglich hergestellt wurden während die Amerikaner in den Philippinen kämpften. Der Twill, der ursprünglich aus 100% Baumwolle bestand, wurde für die Militäruniformen benutzt weil er leicht aber strapazierfähig und bequem war. Vor den bunten Tunikas der britischen Armee zeichneten sich Chinos durch ihre natürlichen Erdtöne aus, die später die Verwendung von Camouflage veranlassten.

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    Steve McQueen und Jack Kerouac

    Obwohl Sie ursprünglich von der amerikanischen Armee im Ausland getragen wurden, wurden Chinos in Amerika nach dem Krieg eingeführt weil viele Soldaten sie weiterhin in ihrem Zivilleben trugen. Kurz danach wurden Chinos besonders bei Studenten beliebt und wurden ein wesentlicher Teil des Ivy League und Preppy-Stils. Viele Filmstars und Prominente, sowie Hipster und Beat-Poeten in den 1950ern und 60ern, entschieden sich außerdem für den entspannten und doch eleganten Look von Chinos.

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    Chinos von Ralph Lauren

    In den vergangenen Jahren haben Modedesigner und Stylisten Chinos mit schwarzen Anzugjacken kombiniert um einen interessanten Kontrast zwischen Licht und Schatten zu kreieren.

    Bootsschuhe

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    Kein maritimer Kleiderschrank ist komplett ohne Bootsschuhe. Diese ikonischen Schuhe wurden in 1935 von Paul A. Sperry für nur einen einfachen Zweck erfunden: um Bodenhaftung auf rutschigen Bootsdecks zu bieten. Sperry bekam die Idee für das Design der rutschfesten Gummisohle nach einem Winterspaziergang mit seinem Cocker Spaniel bei dem er realisierte, dass die Pfotenballen seines Hundes ein Fischgrätmuster ergaben, dass ihm Griffigkeit bot während er über das Eis rannte. Nach einigen Modifizierungen kontaktierte die US Navy Sperry in 1939 und vereinbarte mit ihm die Produktion seiner Top-Sider für die amerikanischen Matrosen. Kurz danach wurden Sperrys Bootsschuhe ein sofortiger Erfolg in größeren Märkten und weltweit berühmt für ihren Komfort und ihre Strapazierfähigkeit.

    Bootsschuhe entwickelten sich schnell von nützlichem Schuhwerk zum klassischen Mode-Artikel. Die Kombination aus Leder und Segeltuch wirkt elegant und ist doch komfortabel und atmungsaktiv. In 1980 wurden Bootsschuhe in Lisa Birnbachs The Official Preppy Handbook offiziell zu einem entscheidenden Element des Preppy-Stils erklärt. Heutzutage ergänzen Bootsschuhe allerdings viele verschiedene Modestile.

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    Der Designer Pierre Hardy gab dem klassischen Bootsschuh ein Update indem er ihn in einen einzigartigen hochhackigen Schuh verwandelte.

    Die Rollmütze

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    Jacques-Yves ‘Zizzou’ Cousteau

    Wie könnten wir diesen Beitrag schreiben ohne Jacques Cousteaus legendäres Modeaccessoire zu ehren? Die Rollmütze wird seit Jahrhunderten von Seefahrern und Forschern benutzt und kann bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Bereits im 16. Jahrhundert waren ‘Monmouth-Mützen’, so genannt wegen der Stadt in der die gestrickten Mützen angeblich erstmals getragen wurden, ein fester Bestandteil der Alltagskleidung von Soldaten, Matrosen und Arbeitern. Das beliebte Winteraccessoire, in Kanada als ‘Tuque’ bekannt, wurde ein Symbol für den Kanadischen Nationalismus nachdem kanadische Rebellen die rote Tuque während der Rebellionen von 1837 als Anspielung auf die Phrygische Mütze der Französischen Revolution aufsetzten.

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    Im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderte haben Rollmützen einen Platz in den Kleiderschränken vieler Prominenter gefunden, wie zum Beispiel bei Mitgliedern von U2 oder Blink-182. Gestrickte Mützen erschienen außerdem regelmäßig in der animierten Serie South Park.

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    Obwohl sich das Design der Mütze fast kaum verändert hat seit dem Mittelalter hält sie uns heute immer noch warm während der kalten Wintermonate.

    Die Cabanjacke

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    Die Cabanjacke ist ein weiteres zeitloses und praktisches Kleidungsstück, das heutzutage häufig im Winter und in den kalten Herbstmonaten getragen wird. Obwohl die erste Variante der Cabanjacke im 19. Jahrhundert von der holländischen Marine getragen wurde, wurde die Jacke durch die britische Marine bekannt gemacht. Ursprünglich eine Uniform für Maaten der britischen Marine fand die Cabanjacke ihren Weg über den Atlantik zur US Navy. Alle drei Varianten haben ein ähnliches Design und wurden entworfen um Matrosen vor Regen, Wind und kalten Temperaturen zu schützen. Die Enden der Jacken standen üblicherweise etwas damit Matrosen auf hoher See einfach die Seile klettern konnten. Die zweireihige Jacke kennzeichnete sich außerdem durch Messing- oder Plastikknöpfe mit einem Anker.

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    Der prägende Stil der Cabanjacke hält bis heute an. Burberry zeigt, dass manch klassisches Design nie verändert werden sollte.

    Mehr Geschichten über Stil, Kultur und Abenteuer auf hoher See finden Sie auf unserem Blog. Kaufen Sie sich doch eines dieser klassischen Kleidungsstücke für Ihren nächsten Segelurlaub.



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